GORDON-Familientraining

„Räum endlich dein Zimmer auf!“, „In fünf Minuten hast du Zähne geputzt und liegst im Bett!“, „Du machst jetzt sofort deine Hausaufgaben!“, „Wenn du dein Handy nicht auf der Stelle weglegst, nehme ich es dir für den Rest des Tages weg!“ – Kennen Sie das auch? Täglich sich wiederholende Auseinandersetzungen mit Ihren Kindern, bei denen es letztendlich nur Verlierer gibt und die die Beziehung langfristig vergiften. Die meisten Eltern haben mit solchen oder ähnlichen Herausforderungen im Erziehungsalltag zu kämpfen.

Das Gordon-Familientraining bietet eine wirkungsvolle Alternative zu Dauerstreitereien und Machtkämpfen. Beim Gordon-Familientraining handelt es sich um das Kursprogramm zum Bestseller „Familienkonferenz“, das in den 60er Jahren von Thomas Gordon in den USA entwickelt wurde. Das weltweit bekannte pädagogische Konzept zur Lösung von Konflikten zwischen Eltern und Kindern wurde seitdem von mehr als 1,5 Millionen Teilnehmern erprobt. Unabhängige Studien aus unterschiedlichen Ländern belegen die positiven Effekte.  Es ist ein präventives, verhaltenspsychologisch orientiertes Elterntraining und damit auch geeignet, um Problemen vorzubeugen. Gordon plädiert für einen kooperativen Erziehungsstil als funktionierende Alternative zu autoritärer, disziplinierender und bestrafender oder gewährender und verwöhnender Erziehung. 

Das Gordon-Familientraining vermittelt Erkenntnisse und Fertigkeiten zur Gestaltung befriedigender und vertrauensvoller Familienbeziehungen. Es fördert gezielt die Selbstständigkeit Ihrer Kinder. Ziel ist, ein Familienklima zu schaffen, in dem jedes Familienmitglied die Bedürfnisse des anderen respektiert. 

Das Training beinhaltet verschiedene Methoden zur Konfliktlösung und zur Beziehungsstärkung. Dafür ist es zunächst wichtig zu wissen, wer in einer konkreten Situation tatsächlich ein Problem besitzt. Das sogenannte „aktive Zuhören“ kann angewendet werden, wenn Ihr Kind ein Problem hat. Sollte jedoch das Verhalten Ihres Kindes für Sie ein Problem bedeuten, zeigt Gordon, wie Sie das Verhalten wirkungsvoll konfrontieren können. Für wiederkehrende Probleme oder Streitthemen, beispielsweise Aufräumen oder Zähneputzen, schlägt Thomas Gordon ein 6-Schritte-Modell vor. Außerdem bietet das Gordon-Familientraining Hilfestellungen beim Umgang mit Geschwisterstreitigkeiten und bei Wertvorstellungskonflikten zwischen Eltern und Kind(ern). Im Vordergrund steht bei allen Methoden eine nachhaltige Konfliktlösung ohne Machtanwendung. Um die Eltern-Kind-Beziehung zu stärken und gemeinsam problemfreie Zeiten zu genießen, beschreibt Gordon verschiedene Möglichkeiten von Ich-Botschaften. 

Das Gordon-Familientraining eignet sich gleichermaßen für Eltern sehr junger Kinder (ab 3 Jahre) und für Eltern von Teenagern sowie als Fortbildung für Tageseltern, Erzieher/innen und Kinderpfleger/innen. 

Meine Zertifizierung zur Gordon-Familientrainerin habe ich im Jahre 2010 an der Gordon-Akademie Bonn absolviert. Seitdem biete ich regelmäßig Kurse und Vorträge für Eltern an. Neben der Vermittlung der theoretischen Grundlagen stehen insbesondere praktische Übungen im Vordergrund, damit Sie das Wissen sofort nutzbringend in Ihrem Familienalltag anwenden können. Selbstverständlich ist auch Raum für individuelle FragestellungenAußerdem führe ich auf Anfrage Inhouse-Schulungen für das Personal in Kindertageseinrichtungen durch. Die Elemente des Gordon-Familientrainings integriere ich je nach Bedarf auch in Einzelcoachings.

 

Nächste Termine:
Kurs für Einsteiger: Sa., 11.05.2019, 9.30-17.00 Uhr, Praxis Dr. Nina Hollenbach, Mandlstr. 14, München
Vortrag: Di., 04.06.2019, 19.00-21.15 Uhr, Wolf-Ferrari-Haus Ottobrunn, Anmeldung über VHS SüdOst (Fortbildung für Tagesmütter)

Sie kommen nicht aus München & Umgebung und sind am Gordon-Familientraining interessiert?
Kein Problem, das Training kann auch via Skype oder Telefon stattfinden. Sie erhalten vorab Unterlagen, die wir dann gemeinsam besprechen. Theoretischer Input und praktische Übungen wechseln sich ab. Die Themenschwerpunkte richten sich nach Ihren individuellen Fragestellungen.