Einschulung: Abschied und Neubeginn

Ein bedeutsamer Tag rückt immer näher – die Einschulung Ihres Kindes. Vielleicht geht es Ihnen, wie mir damals. Ich hatte äußerst gemischte Gefühle. Auf der einen Seite war große Vorfreude. Ich war gespannt auf die neuen Erfahrungen, die uns als Familie mit Schulkind nun bevorstehen. Und ich war stolz, dass mein Kind den nächsten großen Entwicklungsschritt machen wird. Auf der anderen Seite mischten sich auch Ängste und Sorgen unter meine Gedanken. Hoffentlich findet er schnell Freunde und bekommt eine/n nette/n Lehrer/in. Spaß am Lernen soll er auch haben. Gleichzeitig soll er sich nicht überfordert fühlen.

Die Einschulung kann ein großer Schritt in Richtung Selbstständigkeit sein, wenn wir als Eltern dies zulassen und fördern. Das fängt schon beim Schulweg an. Wenn möglich, empfiehlt es sich, die Kinder den Weg nach einer gemeinsamen Übungszeit allein bewältigen zu lassen, anstatt sie mit dem Auto zu fahren.

Der Schulalltag bringt häufig Veränderungen in der Kommunikation mit sich. Im Kindergarten gab es täglich zumindest die Gelegenheit zu kurzen Tür- und-Angel-Gesprächen, in denen wir Wichtiges über unser Kind erfahren konnten. Von nun an werden wir weniger vom Alltag unseres Kindes mitbekommen, sofern es uns nicht von selbst über seine Erlebnisse erzählt. Von nun an ist es umso wichtiger, dass wir Eltern von uns aus aktiv das Gespräch suchen. Viele Kinder antworten auf die allgemeine Frage „Wie war dein Tag?“ nur kurz und knapp mit „Gut.“. Wenn wir mehr erfahren wollen, sollten wir unserem Kind möglichst konkrete Fragen stellen, beispielsweise nach dem Lieblingsfach, dem aktuellen Banknachbarn oder was es am liebsten in der Pause tut.

Auch der Ablauf am Nachmittag wird sich verändern. Während nach einem Kindergartentag keinerlei Verpflichtungen mehr auf unser Kind warteten, ändert sich dies mit dem Schuleintritt. Hausaufgaben müssen erledigt werden. Außerdem wird häufig erwartet, dass Lesen und Kopfrechnen regelmäßig zuhause geübt wird. Hierbei ist wichtig, einen für Kind und Eltern(teil) passenden Rhythmus zu finden, sodass Streitereien und Frust weitgehend vermieden werden können. Sollten Sie Unterstützung bei der Lösung von Konflikten benötigen, vereinbaren Sie gern einen Termin mit mir.

Es gilt, für viele Dinge ein neues Gleichgewicht auszuloten: Unser Kind loszulassen, aber nicht allein zu lassen. Es zu unterstützen und gleichzeitig nichts abzunehmen, was es selbst erledigen kann. Interessiert nachzufragen, ohne zu verhören.

Ich wünsche Ihnen einen gelungenen Start in diesen spannenden neuen Lebensabschnitt mit Ihrem Kind.

Anschrift

Silvia Fritzsch
Heilpraktikerin für Psychotherapie 
c/o WORTREICH Logopädie N. Riedmair
Pfarrer-Zauner-Str. 8
85635 Höhenkirchen-Siegertsbrunn
Tel. 08102/8747132

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